Allgemeine Miet- und Zahlungsbedingungen „Maverick-Charters“

1. Abschluss des Mietvertrages
Mit der Anmeldung bietet der Mieter dem Vermieter den Abschluss eines Mietvertrages nach Maßgabe der bekannten Mietbeschreibung verbindlich an.

Die Anmeldung kann schriftlich, mündlich oder per E-Mail vorgenommen werden. Sie erfolgt durch den Anmelder auch für alle in der Anmeldung mit aufgeführten Teilnehmer, für deren Vertragsverpflichtung der Anmelder wie für seine eigenen Verpflichtungen einsteht, sofern er eine entsprechende gesonderte Verpflichtung durch ausdrückliche und gesonderte Erklärung übernommen hat.

Der Vertrag kommt zustande mit der Annahme durch den Vermieter und der Begleichung einer Anzahlung über 50% der Mietsumme inkl. aller Rabatte, Optionen und Endreinigung, sobald diese Anzahlung bei dem Reiseveranstalter eingegangen ist. Erfolgt kein Zahlungseingang innerhalb von 10 Tagen ab Datum der Buchungsbestätigung, kommt kein Mietvertrag zustande. Die Annahme bedarf keiner bestimmten Form. Bei oder unverzüglich nach der Anmeldung wird der Vermieter dem Mieter eine Mietbestätigung aushändigen.

Weicht der Inhalt der Mietbestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, so liegt ein neues Angebot des Vermieters vor, an das er für die Dauer von 10 Tagen gebunden ist. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebotes zustande, wenn der Mieter innerhalb der Bindungsfrist dem Vermieter die Annahme mitteilt.

2. Bezahlung
Mit der Aushändigung der Buchungsbestätigung wird eine Anzahlung fällig. Der vollständige Mietpreis ist 30 Tage vor vereinbartem Mietbeginn fällig, d. h. bis zu diesem Zeitpunkt muss der restliche Mietpreis beim Vermieter eingegangen sein. Die Rechnung über die Restzahlung geht dem Mieter per E-Mail oder auf dem Postweg zu. Hat der Mieter bis 30 Tage vor Reisebeginn nicht oder nicht vollständig bezahlt, behält sich der Vermieter das Recht vor, die Buchung ohne Rückzahlung zu stornieren. Die Zahlung des Mietpreises erfolgt auf Rechnung per Überweisung, sofern die Miete nicht mehr aus den in Ziffer 6 genannten Gründen abgesagt werden kann.

3. Leistungen
Der Umfang der von dem Vermieter geschuldeten Leistungen ergibt sich aus den von ihm veranlassten und zum Zeitpunkt der Anmeldung maßgeblichen Leistungsbeschreibungen und der hierauf bezugnehmenden Angaben in der Buchungsbestätigung.

4. Leistungs- und Preisänderung
Änderungen oder Abweichungen einzelner Mietleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Mietvertrages, die nach Vertragsabschluß notwendig werden und die vom Vermieter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den gesamten Zuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.

Evtl. Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind.

Vor dem Mietbeginn ist der Vermieter verpflichtet, den Mieter über Leistungsänderungen oder Abweichungen unverzüglich in Kenntnis zu setzen.

Der Vermieter behält sich vor, die ausgeschriebenen und mit der Buchung bestätigten Preise im Falle der Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgaben für bestimmte Leistungen, wie Hafen- und Flughafengebühren oder eine Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse, in dem Umfang zu ändern, wie sich die Erhöhung der Beförderungskosten oder der Abgaben für bestimmte Leistungen pro Person bzw. pro Sitzplatz auf den Mietpreis auswirkt, sofern zwischen Vertragsabschluss und dem vereinbarten Mietbeginn mehr als vier Monate liegen.
Im Fall einer nachträglichen Änderung des Mietpreises oder einer Änderung einer wesentlichen Mietleistung hat der Vermieter den Mieter unverzüglich, spätestens jedoch 21 Tage vor dem Mietantritt, davon in Kenntnis zu setzen.

Preiserhöhungen nach diesem Zeitpunkt sind nicht zulässig. Bei Preiserhöhungen um mehr als 5% oder im Fall einer erheblichen Änderung einer wesentlichen Mietleistung ist der Mieter berechtigt, ohne Gebühren vom Mietvertrag zurückzutreten.

Der Mieter hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung des Vermieters über die Preiserhöhung bzw. Änderung der Mietleistung diesem gegenüber geltend zu machen.

5. Rücktritt durch den Mieter, Umbuchungen, Ersatzpersonen
Der Mieter kann jederzeit vor Mietbeginn von der Miete zurücktreten. Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung beim Vermieter. Dem Mieter wird empfohlen, den Rücktritt schriftlich zu erklären. Tritt der Mieter vom Mietvertrag zurück oder tritt er die Miete nicht an, so steht dem Vermieter eine Entschädigung für die getroffenen Mietvorkehrungen und für seine Aufwendungen zu. Bei der Berechnung der Entschädigung sind gewöhnlich ersparte Aufwendungen und anderweitige Verwendungen der Mietleistung zu berücksichtigen.

Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach der Miete:

Bis zum 31. Tag vor Mietbeginn: 15% der Miete
vom 30. bis zum 22. Tag vor Mietbeginn: 25% der Miete
vom 21. bis 16. Tag vor Mietbeginn: 35% der Miete
vom 15. bis 9. Tag vor Mietbeginn: 50% der Miete
vom 8. bis 2. Tag vor Mietbeginn: 65% der Miete
Ab 1 Tag vor Mietbeginn und bei Nichtanreise: 80% der Miete

Der Abschluss einer Reiserücktrittskostenversicherung wird dringend empfohlen.

Werden auf Wunsch des Mieters nach Zugang der Buchungsbestätigung Änderungen hinsichtlich des Miettermins, des Reiseziels, des Ortes des Mietantritts, der Unterkunft oder der Beförderungsart vorgenommen, kann dies nur in Form eines Rücktritts vom Mietvertrag geschehen mit einer anschließenden Neuanmeldung.

Bis zum Mietbeginn kann der Mieter verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Mietvertrag eintritt. Der Vermieter kann dem Eintritt des Dritten widersprechen, wenn dieser den besonderen Mieterfordernissen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen. Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, so haften er und der Mieter dem Vermieter als Gesamtschuldner für den Mietpreis und die durch den Eintritt des Dritten entstehenden Mehrkosten. Die Anreise zum Charterantritt ist nicht Bestandteil dieses Vertrages. Verzögert sich der Charterantritt infolge verspäteter Ankunft des Mieters oder eines Teilnehmers, besteht kein Anspruch auf Kostenrückerstattung oder Preisminderung.

6. Rücktritt und Kündigung durch den Vermieter
Der Vermieter kann in folgenden Fällen vor Beginn der Miete vom Mietvertrag zurücktreten oder nach Beginn der Miete den Mietvertrag ohne Einhaltung einer Frist kündigen:
Wenn der Mieter die Durchführung der Vermietung ungeachtet einer Abmahnung des Vermieters oder eines ihn vertretenden Repräsentanten nachhaltig stört oder wenn er sich in solchem Maße vertragswidrig verhält, dass die sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist. Kündigt der Vermieter, so behält er den Anspruch auf die Mietzahlung; er muss sich jedoch den Wert der ersparten Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile anrechnen lassen, die er aus einer anderweitigen Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen erlangt, einschließlich der ihm vom Leistungsträger gutgebrachten Beträge. Insoweit obliegt dem Mieter die Beweislast.

Bis drei Wochen vor Reiseantritt:
Der Vermieter kann wegen Nichterreichens der Mindestteilnehmerzahl vom Vertrag zurücktreten und die Vermietung absagen. Ein Rücktritt ist auch noch bis spätestens drei Wochen vor dem vereinbarten Mietbeginn möglich, falls durch Stornierungen eine bereits erreichte Mindestteilnehmerzahl wieder unterschritten wird. Auf den Mietpreis geleistete Zahlungen werden dem Kunden umgehend erstattet.

7. Aufhebung des Vertrages wegen außergewöhnlicher Umstände
Wird die Vermietung infolge bei Vertragsabschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, so können sowohl der Vermieter als auch der Mieter den Vertrag kündigen. Wird der Vertrag gekündigt, so kann der Vermieter für die bereits erbrachten oder zur Beendigung der Vermietung noch zu erbringenden Leistungen eine angemessene Entschädigung verlangen. Weiterhin ist der Vermieter verpflichtet, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, insbesondere, falls der Vertrag die Rückbeförderung vorsieht, den Mieter zurückzubefördern. Die Mehrkosten für die Rückbeförderung sind von den Parteien je zur Hälfte zu tragen. Im übrigen fallen die Mehrkosten dem Mieter zur Last.

8. Haftung des Vermieters
Der Vermieter haftet im Rahmen der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns für die gewissenhafte Vorbereitung, die sorgfältige Auswahl und Überwachung der Leistungsträger, die Richtigkeit der Mietbeschreibung und die ordnungsgemäße Erbringung der vertraglich vereinbarten Mietleistungen.

9. Gewährleistungen

Abhilfe: Wird die Vermietung nicht vertragsgemäß erbracht, so kann der Mieter Abhilfe verlangen. Der Vermieter kann die Abhilfe verweigern, wenn sie einen unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Der Vermieter kann auch in der Weise Abhilfe schaffen, dass er eine gleichwertige Ersatzleistung erbringt.

Minderung des Mietbetrages: Für die Dauer einer nicht vertragsgemäßen Erbringung der Vermietung kann der Mieter eine entsprechende Herabsetzung des Mietbetrages verlangen (Minderung). Der Mietbetrag ist in dem Verhältnis herabzusetzen, in welchem zur Zeit des Verkaufs der Wert der Miete in mangelfreiem Zustand zu dem wirklichen Wert gestanden haben würde. Die Minderung tritt nicht ein, soweit es der Mieter unterlässt, denn Mangel anzuzeigen.

Kündigung des Vertrages: Wird eine Miete infolge eines Mangels erheblich beeinträchtigt und leistet der Vermieter innerhalb einer angemessenen Frist keine Abhilfe, so kann der Mieter im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen im Mietvertrag – in seinem eigenen Interesse und aus Beweissicherungsgründen zweckmäßig durch schriftliche Erklärung – kündigen. Dasselbe gilt, wenn dem Mieter die Miete infolge eines Mangels aus wichtigem, dem Vermieter erkennbaren Grund nicht zuzumuten ist. Der Bestimmung einer Frist für die Abhilfe bedarf es nur dann nicht, wenn die Abhilfe unmöglich ist oder vom Vermieter verweigert wird oder wenn die sofortige Kündigung des Vertrages aus einem wichtigen Grund, den der Vermieter zu vertreten hat, gerechtfertigt ist. Der Mieter schuldet dem Vermieter den auf die in Anspruch genommenen Leistungen entfallenden Teil des Mietbetrages.

10. Beschränkung der Haftung
Die vertragliche Haftung des Vermieters für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den dreifachen Mietbetrag beschränkt, soweit ein Schaden des Mieters weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wird oder soweit der Vermieters für einen dem Mieter entstehenden Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
Die Haftung für Sachschäden bei deliktischer Haftung, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen, ist auf die Höhe des dreifachen Mietbetrages beschränkt.

Der Vermieter haftet nicht für Leistungsstörungen im Zusammenhang mit Leistungen, die als Fremdleistungen lediglich vermittelt werden (z.B. Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen usw.) und die in der Mietbeschreibung ausdrücklich als Fremdleistungen gekennzeichnet werden. Der Vermieter behält sich insbesondere Änderungen über die Routenplanung aufgrund bestimmter Wetterverhältnisse zur Sicherheit von Yacht und Reisenden vor.

11. Mitwirkungspflicht
Der Mieter ist verpflichtet, bei aufgetretenen Leistungsstörungen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen mitzuwirken, evtl. Schäden zu vermeiden und gering zu halten und dem Schadenseintritt entgegenzuwirken.

Der Mieter ist insbesondere verpflichtet, seine Beanstandung unverzüglich zur Kenntnis zu geben.

12. Ausschluss von Ansprüchen und Verjährung
Ansprüche wegen nicht vertragsmäßiger Erbringung der Miete hat der Mieter innerhalb eines Monats nach vertraglich vorgesehener Beendigung der Miete gegenüber dem Vermieter geltend zu machen. Nach Ablauf der Frist kann der Mieter Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist gehindert worden ist.

Ansprüche des Mieters verjähren nach einem Jahr. Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Vermietung dem Vertrag nach enden sollte. Hat der Mieter solche Ansprüche geltend gemacht, so ist die Verjährung bis zu dem Tag gehemmt, an dem der Vermieter die Ansprüche schriftlich zurückweist. Die Ausschluss- und die Verjährungsfristen gelten für Ansprüche jeglicher Art auch aus unerlaubter Handlung.

13. Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen
Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Mietvertrages hat nicht die Unwirksamkeit des gesamten Mietvertrages zur Folge.

14. Gerichtsstand

Gerichtsstand ist Nassau auf den Bahamas.

Für Klagen des Vermieters gegen den Mieter ist der Wohnsitz des Mieters maßgebend, es sei denn, die Klage richtet sich gegen Vollkaufleute oder Personen, die keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland haben, oder gegen Personen, die nach Abschluss des Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt haben, oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist. In diesen Fällen ist der Wohnsitz des Vermieters maßgebend.